Nach dem Kauf des Herzogenmatt-Gebietes inklusive Bauernhof der Familie Bühler durch die Gemeinde im Jahr 1961 – geplant war ein Schiessplatz für Binningen - gelangte der Gemeinderat nach verschiedenen Vorstössen über die Nutzung des Gebietes an ein paar Enthusiasten mit dem Wunsch eine Grobplanung für die Herzogenmatt vorzunehmen.

Noch herrschen sommerliche Temperaturen. An einigen Morgen ziehen aber schon Nebelschwaden durch die Bäume und Sträucher. Die unzähligen Spinnennetze über den Gräsern werden durch die feinen Wassertröpfchen, die an den Spinnenfäden haften, sichtbar.

Das Naturschutzgebiet Herzogenmatt und die Vernetzungsbiotope haben den heissen Sommer gut überstanden. In allen Weihern und Tümpeln stand den ganzen Sommer über Wasser.

Schlüsselblumen, Lungenkraut, Wiesenschaumkraut und viele andere Wiesenblumen, dazu kommen Sträucher wie der Schwarzdorn (prunus spinosa) und einige Wildkirschbäume, alle sind in voller Blüte. Ein herrliches, buntes Bild. Die Luft ist angereichert mit süssem Blütenduft. Viele Bienen, Wildbienen, Hummeln und andere Insekten fliegen von Blüte zu Blüte.

Pflanzenschutzmittel verschmutzen den stark zugewachsenen Weierbach.

Im Naturschutzgebiet Herzogenmatt finden sich einige Wasserquellen. Eine grössere Quelle speist jahraus jahrein den Brunnen am nördlichen Eingang ins Biotop. Eine weitere Wasserfassung, die Felsenquelle unterhalb des Südhangs, hat über Jahre den grossen Weiher mit Wasser versorgt, als dieser noch mit Lehm ausgekleidet war und immer wieder Wasser verlor. Heute schützt eine Betonwanne vor diesem Verlust. Das Regenwasser genügt vollständig, um den Wasserstand zu halten.

Eine Vielzahl von verschiedenen Blütenpflanzen überdecken die Wiesenflächen in der Herzogenmatt. Durch gezielte Pflegemassnahmen, die der Betreuer der Herzogenmatt F. Nobs plant/durchführt oder ausführen lässt, ist eine bunte Blumenwiese mit einheimischen Pflanzen entstanden.