Weihersanierung und Oktobereinsatz 2017
- Autor: Hans-Ulrich Jundt
Zwei Weiher im Kaskadengebiet in der Herzogenmatt sind seit längerer Zeit fast immer ohne Wasser. Die Amphibien meiden diese Trockentümpel schon länger. Eine Sanierung musste an die Hand genommen werden.
Die Herzogenmatt im Herbstkleid
- Autor: Hans-Ulrich Jundt
Kaum treffen die wärmenden Sonnenstrahlen im Naturschutzgebiet auf Sträucher und Bäume leuchtet ein herrliches Farbenspiel ihrer Blätter auf. Das traurige, düstere Bild bei Nebel oder Regen weicht einem bunten, farbenprächtigen und lässt uns den Herbsteinzug geniessen.
Leck in Kleinweiher behoben
- Autor: Hans-Ulrich Jundt
Schon seit längerer Zeit verlor ein Weiher im südöstlichen, oberen Gebiet der Herzogenmatt Wasser. Nur noch ein kleiner Tümpel, wie auf dem vorliegenden Foto zu sehen, verblieb im Betonbecken. Für wohl die meisten Besucher ein trauriger Anblick.
Weihersanierung
- Autor: Hans-Ulrich Jundt
Im nordöstlichsten Zipfel entlang des Weierbächlis auf dem Gebiet des Paradieshofes sind seit einiger Zeit drei Weiher undicht. Die beim Aufbau der Vernetzung mit Folie ausgelegten Tümpel haben immer mehr Wasser verloren. Nun haben Binninger Werkhofmitarbeiter diese saniert. Dieses Team hat sich zu einer richtigen Spezialistentruppe entwickelt.
Die Verlandung ist bei allen drei Weihern schon recht fortgeschritten gewesen, so dass mit einem Bagger die Erde und die Pflanzen bis auf die defekte Folie herausgenommen werden musste. Anschliessend ist bei allen Weihern eine Betonwanne eingebaut worden.
Zum Glück hat der Regen erst nach vollendeter Arbeit eingesetzt. In Zukunft werden diese Betonweiher pflegeleicht sein.
Die Pflege der Wanderkorridore ist eine Notwendigkeit, obwohl dies für die darin lebenden Organismen immer einen radikalen Eingriff bedeutet. Die Tiere und Pflanzen sind aber an solche 'Katastrophen' angepasst. Wir bieten eben auch die notwendigen Ausweichmöglichkeiten, indem die Pflege- und Sanierungsarbeiten gestaffelt ausgeführt werden.
Die Vernetzung des Naturschutzgebietes Herzogenmatt ist notwendig, denn die Distanz zwischen den nächsten Biotopen ist für die wandernden Amphibien sonst zu gross. Nur durch solche Verbindungen zwischen den bestehenden Biotopen – zum Beispiel der Ziegelei Oberwil, dem Kuhgraben, dem 'Ziegelei-Biotop' in Allschwil – kann eine gesunde Amphibienpopulation erhalten bleiben. Hoffen wir, dass im Frühjahr die Frösche und Kröten in grosser Zahl in die nun dichten Weihern ablaichen.
(erschienen im Binninger Anzeiger Nr. 45 Dezember 2011)
Weiherräumung November 2011
- Autor: Georg Borer
Im November 2011 wurde der grosse Weiher (A2) in der Herzogenmatt total entleert und gereinigt. In den Jahren vor der Weiherräumung wurden immer weniger Frösche, Libellenlarven, und Kaulquappen im grossen Weiher beobachtet. Dafür konnten immer mehr grössere und kleinere Fische gesichtet werden. Eigentlich wäre geplant gewesen, den grossen Weiher ca. alle 10 Jahre zu leeren und reinigen. Weil der Fischbestand aber so gross war, wurde der Weiher schon 5 Jahre nach der letzten Reinigung von der Firma Montfort Naturschutz, Fréderic Nobs und weiteren Spezialisten in kurzer Zeit und fachmännisch geleert, anschliessend gereinigt und ein Teil der Wasserpflanzen entfernt.
Weiherbetonierung
- Autor: Hans-Ulrich Jundt
Ein weiterer Weiher erhält eine Betonschale
Beim Aufbau des Naturschutzgebietes Herzogenmatt vor bald dreissig Jahren, im Jahr 1979, wurde ein Vernetzungskonzept für Feuchtbiotope entwickelt. Prof. H. Durrer zeigte schon damals auf, dass eine Vernetzung der bestehenden Biotope durch Wanderkorridore die Biodiversität weitgehend erhält oder sogar vergrössert.

Bald schon wurde die Verknüpfung der Herzogenmatt entlang des Weierbächlis bis zum Gymnasium und zur Ziegelei in Oberwil entworfen und teilweise realisiert. Kleine Tümpel sind als Serie hintereinander geschaltet und haben sich über die Jahre bewährt. Im Jahr 2002 konnte die Verbindung dem Dorenbach entlang Richtung Ziegelei Allschwil und in südlicher Richtung gegen die Hintere Allme geschaffen werden. Die Idee war, die ersten beiden Weiher durch einen Aushub im Lehm zu gestalten.
Der Weiher gegenüber dem Hubertus-Schiessstand musste aber 2003 betoniert werden, denn alle Versuche diesen Tümpel dicht zu bekommen scheiterten. Noch heikler war der Weiher südlich der Herzogenmatt. Wir hatten das ‚Glück’, eine Quelle anzustechen. Immer wieder floss auch dieser Tümpel aus. Spezielle Folien dichteten nur kurze Zeit, denn Mäuse durchstiessen diese und das natürlich ausgerechnet im Frühjahr, wenn unzählige Laichballen der Grasfrösche und Laichschnüre der Kröten darin waren. Vom Landbesitzer, Herr H. Werner vom Paradieshof Allschwil, erhielten wir die Erlaubnis, auch diesen Weiher mit Beton abzudichten.
Seit 2004 lag dieses Projekt auf dem Tisch, aber erst jetzt, am Dienstag 18. November 2008, konnte es realisiert werden. Auch jetzt sah die Wettervorhersage alles andere als günstig aus für diese Arbeit. Wir zeigten uns aber optimistisch und schritten zur Tat. Die Mitarbeiter des Werkhofs Binningen bereiteten am Montag alles vor. Am Dienstag ab 08:00 Uhr stampften fünf Aktive des Fördervereins und zwei Fachkräfte vom Werkhof bereits die erste Ladung Magerbeton ein. Als Zubringer vom Allmendweg zum Weiher diente ein kleiner Raupenlader, unter umsichtiger Führung eines weiteren Mitarbeiters. Auch der Lastwagen, auf welchem der Beton angeliefert wurde, stand immer wieder planmässig zum Leeren bereit. Alles ging sehr schnell und flott voran. Bald schon konnten die Armierungseisen in der mit Beton ausgekleideten Mulde fixiert werden und zur Mittagszeit durfte die letzte Ladung Beton eingegossen und fachmännisch verarbeitet werden. Leider setzte ab 11:00 Uhr Regen ein, wodurch die Knochenarbeit zusätzlich erschwert wurde. – Eigentlich rechneten wir mit dem Abschluss des Betonierens bis gegen den Abend; dank dem tollen Einsatz konnten wir jedoch schon im frühen Nachmittag die Arbeiten beenden. Jetzt ist auch dieser neue Tümpel bereit für die im Frühjahr laichenden Frösche und Kröten. Auch die Pflege wird nun viel einfacher, weil wir jetzt mit Maschinen den Weiher ausräumen können, wenn das in einigen Jahren notwendig wird.
An dieser Stelle möchte ich den motivierten, begeisterten und kompetenten Mitarbeitern vom Werkhof sowie Herrn Durrer und den Aktiven des Fördervereins, welche alle tatkräftig zugegriffen haben, herzlich danken.
(Text: H. U. Jundt, erschienen im Binninger Anzeiger am 27. 11. 2008)

Die Broschüre "Wir beobachten am Weiher" von Prof. em. Heinz Durrer ist vergriffen und kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden. Die PDF-Datei ist auf Basis der 2. Auflage von 1992 erstellt worden. Leichte Änderungen wurden in den Taxa der Amphibien vorgenommen. Die Adresse des Autors Prof. em. Heinz Durrer wurde auf der ersten Seite aktualisiert und der Vermerk "vergriffen" in die PDF-Datei eingefügt.