Drucken

Der grosse Weiher in der Herzogenmatt ist glatt wie ein Spiegel. Ausser einem Entenpaar und ein paar Wasserfröschen, die auf Seerosenblätter sitzen, ist es ruhig im Wasser. Da gleitet etwas elegant über die Wasseroberfläche. Auf vier Beinen steht das Tier. Es ist ein Wasserläufer (Gerris).

Er gehört zur Unterordnung der Wanzen. Die Wasserläufer haben einen sehr schlanken langgestreckten Körper, der mit feinsten kurzen Härchen bedeckt ist. Auch die vier Füsse, die der Fortbewegung dienen, sind mit diesen wasserabstossenden Härchen bedeckt. Die Oberflächenspannung des Wassers genügt, dass die Tiere auf ihren vier Beinen über das Wasser gehen können. Kleine Einbuchtungen an der Weiheroberfläche bei ihren Füssen zeigen, dass sie wirklich auf dem Wasser stehen und gehen. Das mittlere Beinpaar treibt das Insekt an. Das hintere Beinpaar dient als Steuer. Das dritte, vorderste Beinpaar dient nur für den Beutefang. Die Wasserläufer ernähren sich von Insekten, die aufs Wasser fallen. Kaum wird es kalt, verschwinden diese Insekten. Sie gehen an Land, dort überwintern sie auch.