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Im Naturschutzgebiet Herzogenmatt finden sich einige Wasserquellen. Eine grössere Quelle speist jahraus jahrein den Brunnen am nördlichen Eingang ins Biotop. Eine weitere Wasserfassung, die Felsenquelle unterhalb des Südhangs, hat über Jahre den grossen Weiher mit Wasser versorgt, als dieser noch mit Lehm ausgekleidet war und immer wieder Wasser verlor. Heute schützt eine Betonwanne vor diesem Verlust. Das Regenwasser genügt vollständig, um den Wasserstand zu halten.

Herr Nobs links im Bild und Herr Vogel im KleinbaggerDer Betreuer der Herzogenmatt, F. Nobs, hat nach längerer Beobachtung eine Quelle bei den Kaskadenweihern ausgemacht. Ein Tümpel, den der Werkhofmitarbeiter G. Vogel, mit dem Kleinbagger ausgehoben hat, wird dieses Wasser sammeln und so als Laichbecken für Amphibien im kommenden Frühjahr dienen. Mit diesem Bagger werden im Naturschutzgebiet und in den Vernetzungen jeweils verlandende Weiher vom Schlick und überwuchernden Pflanzenwuchs befreit und so für die nächsten Laichperioden hergerichtet. Ein verlandetes Gewässer ist für die Frösche, Kröten und Unken kein Laichplatz mehr. Diese Arbeiten werden nach einem Pflegeplan ausgeführt oder vom Betreuer nach Bedarf angeordnet.


Beobachtet man im Herbst die Wasseroberfläche der verschieden Weiher, kann man da und dort bunte Farbfilme ausmachen, die aussehen wie Ölfilme. In dieser Grenzschicht zwischen Wasser und Luft findet ein Gasaustausch statt. In dieser Zone leben Mikroorganismen wie Bakterien und Hefepilze, die Nährstoffe aus dem Wasser als auch den Sauerstoff aus der Luft aufnehmen. Bei Nährstoffüberschuss kommt es zur Massenvermehrung dieser Kleinstorganismen und so zur Bildung eines ölig erscheinenden Films in schillernden Farben (Kahmhaut). Je nach Artenzusammensetzung wechselt die Farbe. Stösst man mit einem Stock durch diese Schicht und zieht ihn wieder heraus bleiben Risse zurück. Das sichere Zeichen, dass es sich um eine Haut von Mikroorganismen handelt. Bei einem Öl- oder Benzinfilm würde sich die farbige Oberfläche sofort wieder zusammenziehen.