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Der Herbst hat tüchtig Einzug gehalten auch in der Herzogenmatt. Zum Glück regnete es am Samstagvormittag nicht. Trotz des nassen, kühlen Wetters sind sieben Helfer am Morgen, 17. 10., vor dem Gerätehaus im Naturschutzgebiet gestanden und haben die anstehenden Arbeiten im Gebiet entgegen genommen.

Einige sind den Gebüschrändern nachgegangen und haben die jungen Ahorntriebe herausgeschnitten. Eine andere Gruppe hat die Wasserfassung oberhalb der Kaskadenweiher gereinigt. Danach hat sie die Leitung zu den Kaskaden durchgespült. Das Wasser fliesst nun wieder gut durch die ganzen Kaskaden.
Jetzt ging es für alle zu den Verbindungsweihern beim Weierbächli. Einer dieser Weiher musste vollständig geleert, von den Wasserpflanzen und vom Schlamm befreit werden. Beim Reinigen ist noch eine Kaulquappe im Schlamm hervor gekommen. Kleine Erbsmuscheln (Pisidium) sind verstreut am Boden gelegen. Diese Muscheln gehören zu den Kugelmuscheln (Sphaerium). Sie sind etwa erbsengross. Diese Muscheln leben vor allem vom Bodenschlamm.
Zum Schluss haben wir noch einen Gelbrandkäfer (Dytiscus marginalis) eingefangen. Dieser Käfer gehört zu den Schwimmkäfern. Er ist ein guter Flieger, fliegt aber vor allem nachts. Im Wasser taucht er munter umher, muss aber etwa nach einer halben Stunde Tauchen Luft holen. Beim Luft Tanken streckt er seinen Hinterleib aus dem Wasser, stösst die verbrauchte Luft aus und pumpt frische in seinen Körper. Diese Luft wird unter den Flügeldecken gespeichert, das ermöglicht ihm das Schweben im Wasser. Der Käfer und dessen Larve sind gefrässige Räuber und Aasfresser. Den Winter verbringt er im Schlamm.
Nach den Arbeiten ging es zum Gerätehaus, um sich dort mit einem Imbiss zu stärken und den Durst zu löschen. Natürlich gab es auch Kaffee und Kuchen. Der Imbiss wird jeweils vom Förderverein gestiftet.