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Bei herrlicher Morgenfrische und Sonnenschein zogen zwölf freiwillige Helfer in die Herzogenmatt. Es ist Samstag. Schön, dass sich auch bei diesem Sommertag so viele junge und ältere Männer und Frauen beim Werkzeughaus im Naturschutzgebiet um neun Uhr einfanden.

Nach kurzer Begrüssung durch den Präsident des Fördervereins, Th. Jundt, wurden Rechen und Heugabeln verteilt. Danach ging es schon an die Arbeit. Das getrocknete, am vergangenen Dienstag geschnittene Gras, musste weggeräumt werden. Noch müssen wir das gemähte Gras gegen die Gebüsche oder gegen den Waldrand verschieben. Das Ausmagern einiger Wiesen ist immer noch notwendig.

Dort, wo die Schafe und Ziegen geweidet haben, breitet sich die Blumenwiese bis an die Gebüsche gut aus. Das Mähen erübrigt sich. Hoffen wir, dass dieser Anfangserfolg Bestand hat. Unbeweidete Flächen sind immer noch stark von Brennesseln überwachsen. In diesen Gebieten ist der Boden noch zu nährstoffreich. Ein gewisser Bestand an Brennesseln macht Sinn, denn für einige Raupen ist diese Pflanzennahrung notwendig. Nur sollen diese Flächen nicht zu gross sein. An ausgemagerten Orten wachsen jetzt allerdings schon die verschiedensten Blumen. Klappertopf, Esparsetten, Margeriten, Salbei und andere kann man dort entdecken.

Bei einem Tümpel haben wir ganz junge Grasfröschchen angetroffen. Sie müssen erst vor kurzem die Umwandlung von der Kaulquappe zum Frosch durchlaufen haben. Der Boden schien sich zu bewegen, so viele Jungfrösche sprangen überall umher.

Im südlichen Teil, oberhalb des Werkzeuhaus, ist jetzt der Weg durch einen Zaun geschlossen. Die Verbindung der Wiese mit dem Wald ist wieder hergestellt. Diese Wegschliessung erleichtert den Tieren den Zugang zum Wald. Besonders in der sehr warmen Zeit ist dies vielleicht sogar nötig. Hoffen wir, dass das die zahlreichen Besucher des Naturschutzgebietes auch so sehen.