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Noch herrschen sommerliche Temperaturen. An einigen Morgen ziehen aber schon Nebelschwaden durch die Bäume und Sträucher. Die unzähligen Spinnennetze über den Gräsern werden durch die feinen Wassertröpfchen, die an den Spinnenfäden haften, sichtbar.

Der Herbst zieht langsam ins Gebiet. Bäume und Sträucher verlieren ihre Grünfärbung. Verschiedene rote und braune Farben kommen zum Vorschein. Nur noch vereinzelte Vogelstimmen vernimmt man, sonst herrscht Stille im ganzen Gebiet.

Sekundarschulklassen des Vogesenschulhauses in Basel haben vor den Herbstferien in einem Tageseinsatz im Naturschutzgebiet in einigen Tümpel das Wasser heraus geschöpft und gleichzeitig diese Becken von Schlamm und Pflanzenwuchs befreit. Diese Arbeiten müssen nach einem Einsatzplan verrichtet werden, sonst verlanden diese Weiher und dienen kaum mehr den Amphibien als Laichgebiet. Auch die Wasserpflanzen verlieren dabei ihre Standorte. Es tritt eine Verarmung der Vegetation und der Tierwelt ein. In einem Gebiet haben die Schüler noch Sand eingebracht. Das war eine schweisstreibende Arbeit. Sie erlebten bei diesem Einsatz einmal die Natur von einer ganz anderen Sicht kennen.

Am 13. Oktober, bei sommerlichen Temperaturen, haben Aktive des Fördervereins, der Präsident der Stiftung Herzogenmatt, B. Schmidt, sowie der Ressortleiter Umwelt der Gemeinde Binningen D. Egli, die Gelegenheit des niedrigen Wasserstandes in einigen Weihern wahrgenommen und diese vom üppigen Pflanzenwuch teilweise befreit. Dank der grossen Anzahl Weiher in der Herzogenmatt, es sind gegen dreissig, kann ein solcher Eingriff in einigen Wasserstellen ohne Problem vorgenommen werden. Selbst der aufgeschreckte Feldhase findet genügend ruhige Orte im Gebiet. Noch bleiben einige Pflegearbeiten zu verichten, bevor der Winter einziehen wird.

Bilder von H. U. Jundt, G. Borer