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Der erste Arbeitseinsatz 2014 ist bereits Geschichte. Bei milden 10 Grad C am Samstagmorgen 15. Februar fanden acht aktive Helfer den Weg in die Herzogenmatt. Herr F. Nobs, Betreuer des Naturschutzgebietes, stellte die anstehenden Arbeiten vor.

Herzogenmatt - Aktive beim ersten Arbeitseinsatz 2014Jedes Jahr sind solche Eingriffe in die Natur vor dem Frühling notwendig, damit die Tiere optimale Umgebungen antreffen, wenn sie aus ihrer Winterruhe erwachen. Ein Teil der Sträucher im Trockenbiotop musste heruntergeschnitten werden. Das Schnittgut wurde als Unterschlupf für Reptilien, Vögel und kleine Säuger an geeigneten Plätzen aufgeschichtet. Die Steinhügel werden jetzt wieder intensiver besonnt und aufgewärmt. Schon bald bevölkern die Eidechsen die Sonnenplätze wieder. Noch stecken diese aber in ihren wintersicheren Schlupflöchern. Bei den Pflegearbeiten im Abschnitt der „Eidechsenburg“ stiessen wir auf viele Rehspuren. Erstaunlich, wie nahe diese Tiere am viel begangenen Verbindungsweg durch das Naturschutzgebiet leben. Eine Gruppe Aktiver befreite 3 Weiher vom Bodenschlamm und vom üppigen Wasserpflanzenwuchs. Entlang der Tümpel wurde überhängendes Geäst von den Gebüschen entfernt; jetzt kann die Sonne ungehindert das Wasser erwärmen. Die Gewässer sind also bereit für die Grasfrösche. Diese Amphibien tauchen bei entsprechenden Temperaturen so bis gegen Ende Februar anfangs März in den Weihern auf und besorgen ihre Fortpflanzungsgeschäfte. Dabei können wir das Lockknarren der Männchen dereinst deutlich wahrnehmen. Nach den Grasfröschen werden schon bald die Erdkröten die stehenden Gewässer bevölkern. Noch ist es nicht so weit, schliesslich haben wir noch immer Winter?! Freuen wir uns aber jetzt schon auf den baldigen Einzug des Frühlings.


(Text und Bild H. U. Jundt erschienen im Binninger Anzeiger Nr. 8, 22. Februar 2014)