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Der grosse Weiher in der Herzogenmatt ist wie ein Spiegel. Die Uferpflanzen, Sträucher und Bäume spiegeln sich auf der glatten Wasseroberfläche. An einigen Stellen wird das schöne Bild plötzlich durch kleine Wellen gestört. Etwas stösst von der Tiefe des Wassers gegen dessen Oberfläche und verschwindet so schnell, wie es aufgetaucht ist, wieder in der Tiefe.

Bei einigen Wellen leuchtet etwas Orangerotes kurz auf. Es ist der Bergmolch, der kurz an der Wasseroberfläche Luft holt.

Auch der Kamm-, Faden- und Teichmolch muss von Zeit zu Zeit auftauchen um Luft zu holen. Es ist die Zeit der Paarung. Das Hochzeitskleid der männlichen Bergmolche ist seitlich hellblau mit schwarzen Flecken und auf dem Rücken tragen sie einen etwa zwei Millimeter hohen, schwefelgelben, schwarz gebänderter Kamm. Unter Wasser ist über mehrere Wochen ein Treiben. Männchen und Weibchen verfolgen einander. Die Weibchen der Bergmolche kleben später ihre Eier mit ihren Hinterbeinen an einzelne Wasserpflanzen. Später schlüpfen die Molchlarven. Sie gleichen etwas den Kaulquappen. Die Molchlarven sind aber länger. Hinter ihrem Kopf tragen sie äussere Kiemenbüschel. Ihre Nahrung besteht ausschliesslich aus Kleinstlebewesen im Tümpel.

Nach der Fortpflanzungszeit (Balz) verlieren die männlichen Molche ihre Hochzeitsfarbenpracht. Die Molche verlassen in der Regel die Tümpel. Ihre Lebensräume sind feuchte Wiesen, Gärten und Gräben. Sie sind nachtaktiv. Auf ihrem Speisezettel stehen Schnecken, Würmer und Kleintiere. Tagsüber verkriechen sie sich in feuchte Erdlöcher.