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Schwalben kreisen über dem grossen Weiher in der Herzogenmatt. Sie jagen nach Mücken. Ein Specht hämmert an einem Baum. Einige Vögel pfeifen. Kaulquappen schwimmen am Rand des Weihers. Sonst herrscht Stille. Doch plötzlich erschallt aus verschiedenen Ecken des Weihers ein lautes Quaken.

Die männlichen Wasserfrösche rufen nach Weibchen und verteidigen gleichzeitig in bestimmten Regionen ihren kleinen Bezirk. Kommt ein anderes Männchen in die Nähe, so versuchen sie dieses durch Anrempeln und Abwehrquaken aus dem Bezirk zu vertreiben. Die Teichfrösche (Pelophylax esculentus) quaken mit zwei seitlichen, kirschengrossen Schallblasen. Werden sie bedroht, fliehen sie mit einem grossen Sprung ins offene Wasser und tauchen unter. Die Grundfarbe dieser Frösche ist grün. Im Grün ist eine schwarze Marmorierung sichtbar und über ihren Rücken verläuft ein zentraler heller Streifen. Der Teichfrosch, auch Wasserfrosch genannt, gehört zu den Grünfröschen.
Schwimmt ein weiblicher Teichfrosch in die Balzarena, kann man schon bald lockere Klümpchen Laich im niedrigen Wasserrand beobachten. Die Grünfrösche bleiben das ganze Jahr im Wasser, während die anderen Amphibien meist nur zur Fortpflanzung an den Weihern auftauchen. Würden dies alle Arten zur gleichen Zeit tun, würden sie sich gegenseitig um günstige Laichstellen und um Futter für die Kaulauappen konkurrenzieren. Die verschiedenen Amphibienarten gehen sich also aus dem Weg, in dem sie zu verschiedenen Zeiten an den Laichgewässer eintreffen. Nach dem Ablaichen wandern diese Tiere wieder in ihren Jahreslebensraum zurück.